Vita

Meine Vita entspricht nicht der einer klassischen Ausbildung der bildenden Künste, ich gelangte auf einigen Umwegen zur Kunst, die mich im Nachhinein betrachtet, dann doch zur Mosaikkunst geführt haben.

Ältere Frau am Strand blickt in die Kamera und zeigt Daumen hoch. Sie trägt Schal, Strickjacke und Sonnenbrille auf dem Kopf.

Schon als Kind habe ich es geliebt in der kalten Jahreszeit stundenlang zu basteln oder zu malen. Ich hatte nie die innere Ruhe ein Buch zu lesen und in meinem Hobbykeller durfte ich Alles ausprobieren. Das war sicherlich die Grundlage für meine Freude mit den eigenen Händen etwas zu schaffen. Nach dem Abitur begann ich eine Ausbildung zur Zahntechnikerin, im Grunde eine logische Schlussfolgerung, denn ich konnte weiterhin mit meinen Händen arbeiten. Ich lernte mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen umzugehen, detailgetreu und passgenau zu arbeiten, es war wie für mich gemacht, jetzt allerdings auf professioneller Ebene. Nach zehn Berufsjahren meldete sich trotz allem mein unruhiger Geist. Er trieb mich an noch einmal etwas völlig anderes zu machen- ich studierte Landschaftsarchitektur. Die Natur, ihre Flora und Fauna, waren neben der Kunst ebenfalls eine Herzensangelegenheit. Die Landschaftsarchitektur ermöglichte es mir aktiv an ihrer Gestaltung mitzuwirken. Ich lernte maßstäblich zu arbeiten und zu denken. Ideen wurden zu Entwürfen, diese zu Plänen und letztendlich zur Realität. Ein Stück von mir gestaltete Natur, die, sich ständig veränderte, und immer wieder neue Bilder schuf - eine faszinierende Aufgabe, die meinen Kopf beanspruchte, meiner Fantasie eine Gestalt gab.

Zwei völlig verschiedene Berufe, wie kommt man da auf Mosaikkunst?

Eigentlich war es Zufall und Schicksal zugleich: Zum einen fiel in meinem Garten an einer Wand der Putz ab, nur Farbe hielt nicht mehr und gleichzeitig veränderte die Corona Pandemie die Welt über Nacht. Kontaktverbote stellten das Leben auf den Kopf- man hatte Zeit, viel Zeit. Angst und Unsicherheit überall, Horrorszenarien von tausenden Opfern, Bilder, die um die Welt gingen. In dieser Zeit fand ich Entspannung und Ablenkung in der Kunst- ich brauchte einfach wieder Farbe in meinem Leben! So entstand die Idee ein Fliesenmosaik auf diese Wand zu machen. In meiner zweiten Heimat, der Heimat von Gaudi und Dali, waren Fliesenmosaike allgegenwärtig, das gefiel mir schon lange. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie in meinem Leben eine Fliese verlegt, aber es hat erstaunlicherweise gut funktioniert. Spätestens als das Mosaik auf der Wand war, war ich infiziert.

Schlussendlich haben meine beiden Berufe ihren Teil dazu beigetragen, einerseits das handwerkliche Können und andererseits die Fantasie, das räumliche Vorstellungsvermögen, nur reicht das bei weitem nicht aus, ohne Herzblut geht gar nichts.

Es ist doch immer wieder spannend, wohin mich meine Wege führen und ich bin jetzt schon neugierig, wie es weitergeht. „Die Reise ist noch nicht vorbei.“irmi